Projekte mit Kindern entwickeln und durchführen

Das situationsorientierte Lernen ist in Projekten besonders gut zu verwirklichen.
Projekte entwickeln sich, indem ein Problembereich oder ein Thema über einen längeren Zeitraum behandelt wird. Kinder und möglichst auch Eltern sind in allen Phasen beteiligt. Inhalte, Methoden und Materialien werden dem Projekt entsprechend frei gewählt, gestaltet und verändert.

EINBLICKE IN FREMDE KULTUREN

Vorschulkinder der Kindertagesstätte „HAUS DES KINDES“ besuchen die Moschee in Mülhofen

 

Im Rahmen des interkulturellen Projekts „Bei mir, bei dir und anderswo“ erkunden die Kinder zurzeit das Land Türkei. In verschiedenen Angeboten haben die Kinder Rituale, Bräuche, Lieder und Spiele, Feste, Märchen und Geschichten dieser Kultur kennen gelernt.
Auch ein Besuch in der Moschee in Mülhofen war ein Bestandteil
des Projekts.

Herzlich und sehr gastfreundlich wurden die Kinder und ihre Erzieherinnen von Frau Sönmez, der Dialogbeauftragten des Türkisch Islamischen Kulturvereins e.V., begrüßt und empfangen. Frau Sönmez erzählte sehr lebendig von den religiösen Traditionen der Muslime und ihrem Glauben.

Zusammen mit den Kindern suchte sie die Unterschiede zwischen Kirche und Moschee heraus. Sie erklärte die Bedeutung von den Zeichen und Symbolen an den Wänden, der Gebetsnischen der Kanzel und der Gebetsketten.

Am Ende gab es noch eine kleine Überraschung von Familie Ercetin, deren Kinder das HAUS DES KINDES besuchen.
Es war ein spannender Ausflug und ein weiterer interessanter Einblick in die türkische Kultur. Die Erzieher und Kinder vom Haus des Kindes bedanken sich herzlich bei Frau Sönmez und Familie Ercetin.

(Oktober 2011)

St. Martin einmal ganz anders Erleben

Die Bärenkinder spielen die Martinsgeschichte im Traumraum:

Wie aus einem Bilderbuch ein Theaterstück entsteht

unter der Leitung ihrer Anerkennungspraktikantin (2009-2010)

Die pädagogische Arbeit in Kindereinrichtungen ist durch das Prinzip ganzheitlicher Förderung geprägt, und sollte, wenn möglich in Projekten stattfinden.

So stand das Thema „Projekt- Management“ der Anerkennungspraktikantin von der Alice-Salomon-Schule (Fachschule für Sozialwesen in Linz/Rh.) in diesem Jahr für die Igelgruppe ganz im Vordergrund.

Schnell war eine Grundlage für ein Projekt gefunden. Sich verkleiden, eine Rolle zu spielen, jemand anderen darstellen, auf einer Bühne zu stehen- das fasziniert Kinder, regt die Fantasie an und macht Spaß.

Um dieses Ziel zu erreichen, war die Maus Frederick nun für lange Zeit ein ständiger Begleiter der Igelkinder. Viele Erwachsene erinnern sich noch an die kleine Feldmaus, die scheinbar schlafend, träumend auf ihrem Stein sitzt, während alle anderen Feldmäuse emsig Vorräte für den Winter sammeln. Doch Frederick sammelt, wie er sagt, Sonnenstrahlen, Farben und Wörter für die langen grauen Wintertage. Als der Winter nun da ist und alle Vorräte zur Neige gehen, holt FREDERICK seine „Vorräte“ hervor und beginnt, die kleinen Feldmäuse mit seinen Erinnerungen an die Sonne zu wärmen, erzählt ihnen von den Farben des Sommers und findet viele Reime über die Jahreszeiten.

Frau Bahles arbeitete unter der hilfreichen Anleitung ihrer Praxisanleitung und ihrer Kollegen, und auch mit Hilfe der Eltern ein umfassendes Projekt aus. Phantasiereisen, Laternen basteln, die Farben des Waldes sammeln, lustige verkleidete Feldmäuse an Karneval… das sind nur einige der fast unzähligen Bausteine dieses Projektes. Genug Stoff also, um ein Projekt mit den verschiedensten Themen zu füllen.

Der krönende Abschluss war aber ohne Zweifel die wunderbare Theateraufführung in der Turnhalle des HAUS DES KINDES, wozu alle Familien der kleinen Darsteller eingeladen waren.

Jedes Kind, egal wie alt, hatte mit einer Rolle zum Gelingen dieses Theaterstücks beigetragen. Ob Feldmaus, Schneeflöckchen, Farben- oder Sonnenkind – die Kinder waren mit ganzem Herzen bei der Sache und verkörperten mit großem Einsatz die Moral dieser wunderbaren Geschichte von Leo Lionni. Auch die Eltern spürten die Magie und waren begeistert.

Projekt "Bauernhof"

DIE SCHNECKENKINDER BESUCHEN DEN HOF VON FAMILIE KIRSCHHÖFER

 Die Schneckenkinder vom HAUS DES KINDES haben zum Abschluss ihres Projektes „Das Leben auf dem Bauernhof“ den Hof von Familie Kirschhöfer in Bendorf besucht.
Nach einer kurzen Busfahrt konnten die Kinder hautnah erleben, wie das Leben auf dem Bauernhof in Wirklichkeit abläuft. Dank der theoretischen Vorbereitung im Kindergarten anhand von Sach- und Bilderbüchern, Sing- und Kreisspielen und vielen Gesprächsrunden, waren die Kinder gut darauf vorbereitet. Doch wie sich ein neugeborenes Kälbchen anfühlt, wenn man es mit frischer Milch füttern darf; wie es ist, junge Fohlen zu streicheln- das war für viele Kinder, Dank Frau Kirschhöfer, ein einzigartiges und völlig neues Erlebnis.
Doch das war noch lange nicht alles. Die Kinder, die sich trauten, durften auf dem Rücken der Westernpferde eine Runde über die Koppel reiten. Aber auch der große Traktor war für die Kinder eine kleine Sensation, denn sie durften wie richtige Bauern darauf Platz nehmen.
Zum Abschluss des Bauernhofbesuchs gab es noch für alle einen Becher herrlich frische Kuhmilch und das Versprechen, dass die Kinder und ihre Erzieher  im Herbst zu einem Kartoffelfeuer wieder herzlich auf dem Hof der Familie Kirschhöfer willkommen sind.
Nach einem wunderschönen und erlebnisreichen Vormittag machten sich alle dann zu Fuß auf den Heimweg zum Kindergarten, wo sie von den anderen Kindern schon erwartet wurden. Es gab viel zu erzählen- Vielen Dank, Familie Kirschhöfer!

 

Projekt "Vom Korn zum Brot"

Frisches Brot und knusprige Brötchen
Hhmmm, da bekommt man Appetit. Aber was steckt eigentlich dahinter?

Das wollten die Vorschulkinder der BÄRENGRUPPE vom HAUS DES KINDES wissen:

So lernten sie in ihrem regelmäßig statt findenden Schulkindertreffen die verschiedenen Getreidearten und dessen Anbau kennen.
Ja, und wie entsteht aus dem Korn ein Brot? Das fanden die Kinder selbst heraus und staunten, als sie mit einer elektrischen Mühle das volle Korn zu Mehl verwandelt haben. Anschließend wurde ein Teig hergestellt und leckere Brötchen gebacken. Das Projekt wurde durch Bilderbücher, Geschichten und kreative Auseinandersetzung bereichert.
Zum Höhepunkt jedoch gehörte ein Besuch der „BÄCKEREI KRÄMER“ aus Bendorf. In diesem Familienbetrieb wird seit Generationen -bis heute-  das Backgut von Hand hergestellt. Der große Backofen, die Wärmekammer, die übergroßen Rührmaschinen und Werkzeuge brachten die Kinder zum Staunen.
Wirkliche Begeisterung machte sich breit, als die Kinder selbst in der Backstube tätig werden konnten und leckere Hefezöpfe, Hellewecks und Rosinenmäuse herstellen durften.

Hhmmm, die waren lecker…..